Naturkatastrophen wie Stürme, Hochwasser und Erdbeben bedrohen den Menschen seit langem. Seit der Industrialisierung und der rasanten technisch-wissenschaftlichen Entwicklung kommen Industrie- und Verkehrsunfälle, Eisenbahnunglücke und Flugzeugabstürze hinzu. In der Bundesrepublik Deutschland sind Katastrophenschutzmaßnahmen, die sich auf alle nicht- militärischen Risiken beziehen, Aufgabe der Bundesländer, während der Bund für den Schutz der Bevölkerung vor Kriegsgefahren zuständig ist.
Der ASB ist in allen Bundesländern am Katastrophenschutzsystem beteiligt - in erster Linie durch seine Sanitäts- und Betreuungszüge, aber auch mit seinen Schnell-Einsatz-Gruppen. Hier wird anhand verschiedener Szenarien regelmäßig die Abwehr und Bekämpfung von Katastrophen trainiert, die durch Erdbeben, Hochwasser, Sturm, Chemikalien, Radioaktivität oder Verkehrsunfälle entstehen. Der ASB bildet seine Katastrophenschutzhelfer auch selbst aus. Viele von ihnen sind ehrenamtlich im Einsatz, andere wieder haben sich vom Wehr- oder Zivildienst freistellen lassen, um einen mindestens sechsjährigen Dienst im Katastrophenschutz zu absolvieren.
Die Mitarbeit ist freiwillig und ehrenamtlich; die Ausbildungs- und Übungstermine liegen in der Regel in der Freizeit. Die fachliche Grundausbildung erfolgt in Berlin, für eine weitere Qualifizierung ist zum Teil der Besuch von Schulen anderer Organisationen - auch in anderen Bundesländern - erforderlich.
Die wehrpflichtigen Helfer des ASB können von der Wehrpflicht freigestellt werden, d.h. statt Grundwehrdienst und Wehrübungen absolvieren zu müssen, sind dann die jungen Helfer verpflichtet, innerhalb von sechs Jahren in jedem Jahr mindestens 200 Dienststunden für den Katastrophenschutz zu leisten. Weitere Informationen zum Wehrersatzdienst finden Sie hier.
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